Orthopädie / Sporttraumatologie

Kniegelenk

ORTHOPÄDIE / SPORTTRAUMATOLOGIE

Der Wunsch einen Schaden am Kniegelenk zu reparieren, ohne das empfindsame Gelenk aufschneiden zu müssen, ist schon uralt. Dank technischen Fortschritts hat sich aus den Anfängen im letzten Jahrhundert ein Verfahren mit einer unglaublichen Erfolgsgeschichte entwickelt. Die Arthroskopie ist aus der modernen Kniechirurgie nicht mehr wegzudenken!

Arthroskopie_Knie

Was bedeutet Kniearthroskopie?

Wörtlich übersetzt aus dem griechischen bedeutet "arthros" = Gelenk und "skopein" = hineinschauen. Heute versteht man unter einer Arthroskopie jedoch nicht nur das Hineinschauen in das Kniegelenk, sondern vor allem auch das gleichzeitige minimal-invasive Reparieren des Gelenkschadens.

Wie funktioniert eine Kniearthroskopie?

Bei einer Kniearthroskopie werden in aller Regel lediglich zwei nur wenige Millimeter kleine Schnitte für die Operation benötigt. Über einen dieser Zugänge wird eine kleine Optik mit entsprechender Beleuchtung in das Kniegelenk eingebracht. An diese Optik ist eine Minikamera angeschlossen die der Operateur führt und somit das Innere des Gelenkes samt aller wichtigen Strukturen wie Meniskus, Knorpel, Kreuzband etc. auf einem Monitor exakt beurteilen kann (siehe auch Anatomie Knie).

Zur besseren Sicht und um das Gelenk zu spülen wird zusätzlich über dieses Instrumentarium Flüssigkeit (z.B. physiologische Kochsalzlösung) in das Gelenk eingeleitet.

Über den zweiten kleinen Zugang kann der Operateur entsprechende Spezialinstrumente in das Kniegelenk einbringen, um den Schaden zu reparieren. Bei diesen Instrumenten handelt es sich um mechanische Instrumente wie Minischeren oder Minifräsen aber auch elektrothermische oder laserartige Instrumente.

Vorteile: Arthroskopie Kniegelenk

Bei der Arthroskopie kann der erfahrene und geübte Operateur sämtliche Schäden im Kniegelenk mit der Minikamera exakt beurteilen und direkt optimal behandeln. Durch die vergrößerte Optik ist ein solcher Eingriff von einem erfahrenen Operateur mit höchster Präzision möglich.

Vorteilhaft gegenüber einer Operation mit großem Schnitt und vollständigem Eröffnen des Kniegelenks ist, dass bei einer Arthroskopie keine gesunden Strukturen verletzt werden müssen, um ans Ziel nämlich den Schaden im Gelenk zu gelangen. Somit ist eine Kniearthroskopie für de Patienten geringer belastend und weniger schmerzhaft als eine offene Operation. Das Kniegelenk erholt sich rascher und ist rascher wieder belastbar.

Kleinere arthroskopische Operationen wie eine Meniskusoperation können ggf. ambulant durchgeführt werden. Größere arthroskopische Operation wie eine Kreuzbandoperation sind meist nur mit einem kurzen Klinikaufenthalt von nur 2 bis 3 Tagen verbunden.

Bei einer Kniearthroskopie sind in aller Regel allgemeine Operationsrisiken wie Infektion, Nachblutung, Nervenverletzung, Gelenkeinsteifung, Thrombose etc. deutlich geringer als bei einer offenen Kniegelenkoperation.

Risiken: Arthroskopie Kniegelenk

Vor jeder Operation, so auch vor jeder Kniearthroskopie sollte im Vorfeld genau geklärt werden welcher Schaden im Gelenk besteht. Zudem muss ein Knieexperte abschätzen ob durch die Arthroskopie der Gelenkschaden repariert, oder zumindest Folgeschäden wie beispielsweise die Entwicklung einer Arthrose vermindert werden können.

Hierzu ist die Krankengeschichte des Patienten, die genauen Untersuchung durch einen Kniespezialisten und ggf. weitere apparative Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Kernspin erforderlich.

Auch eine minimal-invasive Operation wie eine Kniearthroskopie darf nicht leichtfertig durchgeführt werden. Das Operationsrisiko bei einer Arthroskopie ist zwar vergleichsweise gering, aber Komplikationen sind (wie in allen Lebenslagen) nie zu 100% auszuschließen.

Von ganz entscheidender Bedeutung für den Erfolg einer Kniegelenk Arthroskopie ist sicherlich die Erfahrung des Operateurs und seines Teams.

Narkose: Arthroskopie Kniegelenk

Für eine Kniearthroskopie ist eine Betäubung notwendig. Meist erfolgt eine Arthroskopie des Kniegelenkes heutzutage in einer kurzen Vollnarkose. Aufgrund der in den letzten Jahren erzielten medizinischen, technischen und pharmakologischen Fortschritte ist sie in aller Regel die bestverträgliche Narkoseform. Dies sollte jedoch individuell nach entsprechender Untersuchung des Patienten durch den Narkosearzt entschieden werden.

Nachbehandlung: Arthroskopie Kniegelenk

Auch bei einem minimal-invasiven Eingriff wie einer Arthroskopie des Kniegelenkes ist eine adäquate Nachbehandlung für den Heilungserfolg entscheidend. Die Nachbehandlung sollte im Vorfeld genauestens zwischen Arzt und Patient abgesprochen werden. In aller Regel ist nach der Arthroskopie eine Entlastung an Gehstöcken für einige Tage erforderlich. Eine begleitende Physiotherapie ist meist sehr sinnvoll.

Wichtige Fragen im Zusammenhang Arthroskopie Kniegelenk
Folgende Fragen sollte der Patient vor einer Arthroskopie seines Kniegelenks mit dem Operateur abklären:

  • Welcher Schaden liegt am Kniegelenk vor?
  • Kann man den Schaden durch eine Arthroskopie beheben oder zumindest ein Fortschreiten verhindern?
  • Gibt es andere Behandlungsverfahren als eine Arthroskopie?
  • Wie viel Erfahrung hat der Operateur?
  • Kann die Arthroskopie ambulant durchgeführt werden oder sollte ich in der Klinik bleiben?
  • Wie lange muss ich Entlasten und Gehstöcke benutzen?
  • Wie lange kann ich nicht arbeiten?
  • Wie häufig muss ich zum Krankengymnasten?
  • Was kann ich selber zu Heilungserfolg beitragen?
  • Wann kann ich wieder Sport treiben?

Eine Kniearthroskopie sollte möglichst nur durch einen sehr erfahrenen Kniespezialisten durchgeführt werden.

Spezialisten: Arthroskopie Kniegelenk

Für die optimale Behandlung des Meniskusrisses sind Kniespezialist besonders geeignet: Dr. Stefan Preis und Dr. Jörg Schroeder, leitende Ärzte der Praxis und Belegabteilung für Orthopädie und Sporttraumatologie der KLINIK am RING in Köln sind gemeinsam mit ihrem Team auf die Behandlung von Knie- und Schultererkrankungen spezialisiert. 2004 gründeten sie das WESTDEUTSCHE KNIE & SCHULTER ZENTRUM. Jährlich behandelt das 8-köpfige Spezialisten-Team weit mehr als 10.000 Patienten. Sie führen jährlich mehr als 2500 Operationen durch, davon ca. 800 Arthroskopien des Kniegelenks.


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